Nachwort


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Als "menschliche" Christen machen wir uns viele Gedanken, wie die Ereignisse der Endzeit, insbesondere die in der Offenbarung beschriebenen, uns treffen können bzw. uns vor Augen kommen werden. Viele interpretieren und hoffen, aus den "schlimmsten" Geschehnissen herausgenommen zu werden, also einen Großteil der Inhalte der Posaunen, insbesondere der letzten 7 Plagen bzw. auch die "Herrschaft des Antichristen" weder zu sehen noch davon betroffen zu werden. Andere widerlegen dann diese "Vorentrückungslehre" und erklären sie als unbiblisch, weil der Herr erst ganz am Ende wiederkommt und dann die Entrückung stattfindet.
Diese Frage der Entrückung ist eigentlich keine rein theologische Frage, sondern indem wir sie stellen, offenbart sich unser Glaube und unsere Gottesbeziehung. Die Frage ist eigentlich, ob wir denken, dass Zornesgerichte uns treffen können oder ob wir denken, sie können uns nicht treffen, weil wir eben "nicht ins Gericht kommen" - nicht ins diesseitige und nicht in die ewige Verdammnis. Die nächste Frage ist, wenn wir glauben, dass Gott solche Dinge ankündigt, wie werden wir uns dann JETZT verhalten? Wie ist unsere Einstellung gegenüber denen, die noch darunter sind?
Im Leben erfahren wir, dass wir gesegnet sind, wenn wir auf den Wegen des Herrn gehen und dass Flüche in seinem Namen gebrochen sind. Wir erleben Heilung und Befreiung, Sicherheit und Bewahrung, Friede und Freude des Heiligen Geistes. Die Gemeinde Gottes erlebt gewaltig die Gegenwart Gottes im gemeinsamen Gebet und Lobpreis.
Auf der anderen Seite gibt es keine Garantie, dass uns etwas nicht treffen könnte, denn es trifft uns nur deshalb nicht, weil Gott Gnade schenkt. Wenn uns aber etwas trifft, so ist er doch bei uns, hilft uns, ermutigt uns und arbeitet an unserm Glauben und verändert unsere Herzen. Noch sind wir in dieser Welt, uns selbst wenn wir heilig leben, sind wir ein Teil des Leibes Christi und ein Teil unserer Nation, so dass wir auch deren Nöte und Schwächen mittragen und dafür aber auch ernsthaft beten können.
Inwieweit uns Verfolgung treffen kann, ist in Gottes Plan und Hand. Auch hier ist er immer bei uns und hat uns Kraft und Liebe verheißen, alles zu erdulden.
Gott hat die Offenbarung nicht den Ungläubigen gegeben, um ihnen mit Gericht zu drohen. Er hat sie durch seinen Sohn Jesus seinem geliebten Jünger Johannes gegeben und dadurch den "7" Gemeinden und weiterhin allen Jüngern und Gläubigen, die sie lesen. Die Gemeinde Gottes ist die erste, die Gottes Geheimnisse erfährt und entsprechend handeln soll. Immer noch gilt der Auftrag, das Evangelium bis an die Enden der Erde und bis an das Ende der Welt zu verkündigen. (Mt 28, 19-20: Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.) Die Gläubigen selber sind in der Verantwortung, und ihnen gilt insbesondere die Ermahnung, die Arbeit im Reich Gottes auszuführen, an sich selber arbeiten zu lassen und dabei treu und wachsam zu sein.


weiter zum ergänzenden Kommentar "Prophetie und Endzeit in der Bibel / Prinzipien des Reiches Gottes"


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